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Überraschend viele Zivilschutzangehörige haben sich an diesem Kommandanten WK eingefunden. Der Appellplatz wurde von den diversen Truppengattungen grösstenteils gefüllt. Durch das Grossaufgebot hatte (Stv.) Kommandant Urs Schaller die Möglichkeit seineFührungskenntnisse fachübergreifend zu schulen. Gleich zu Beginn wurden die Teilnehmer in die einzelnen Truppengattungen aufgeteilt und haben ihr spezifisches WK-Programm besprochen.

Stabsassistenten

Die Stabsassistenten wurden in der Bedienung des neuen Polycom-Gerätes geschult. Zusätzlich erhielten sie eine Wiederholung zur korrekten Führung der Lagekarte. Zuletzt gab es einige Inputs und eine kleine Recherchearbeit zum Thema Wasserversorgung. Am Nachmittag verschoben sie nach Büren um dort zum einen eine praktische Wiederholung zur Verkehrsführung durchzuführen. Im Wechsel zu diesem Thema gab es eine zweite Gruppe welche den Meldefluss und die ordentliche Bearbeitung der Meldezettel wiederholte.
Am Folgetag konnten sich die Teilnehmer in Meinisberg selber ein Bild von der Wasserversorgung der Gemeinde machen. Die Führung durch das Reservoir und das Pumpwerk gab einen interessanten und lehrreichen Eindruck. Am Nachmittag wurde die Inbetriebnahme eines Kommandopostens in Büren trainiert.

Briefing

Verkehr regeln

Besuch im Pumpwerk

Betreuer

Für die Betreuer ging es direkt zu ihrem Übungsort, der Aula in Lengnau. Sie hatten eine Evakuierungsübung zusammen mit der Feuerwehr. Freiwillige des Alters- und Pflegeheims Sägematt in Lengnau wurden dabei zur Aula begleitet. Vor dem Mittagessen wurden die Bewohner mit einem Lottomatch unterhalten. Zusammen mit den Zivilschutzangehörigen haben sie dann das Mittagessen zu sich genommen. Dabei ergaben sich einige interessante Gespräche zwischen den Betreuern und den Bewohnern. Nachmittags wurden die Bewohner wieder sicher zurück ins Alters- und Pflegeheim Sägematt gebracht.
Am Freitagmorgen hatten sie den Auftrag die Erste-Hilfe-Massnahmen zu repetieren und an praktischen Szenarien anzuwenden. Danach kamen die Betreuer ebenfalls in den Genuss einer Repetition zur Verkehrsführung

Bingo in der Aula

Gemeinsames Mittagessen

Zurückbegleiten

Pioniere

Für die Pioniere begann der Wiederholungskurs mit dem vorbereiten der Anhänger und dem einladen des Werkzeuges. Dieses brauchten sie für das Projekt zu Erstellung eines Esstisches beim Waldhaus in Dotzigen. Nach dem Verschieben ging es auch direkt los mit dem Entlauben der bereits gefällten Bäume.
Diese wurden danach mit dem Traktor an den Arbeitsort gezogen. Währenddessen hatte sich eine zweite Gruppe um das versenken von Betonpfeilern gekümmert. Diese wurden mit Hilfe von frisch gemischtem Beton zu einem soliden Fundament verbaut.
Am darauffolgenden Tag wurden die entlaubten Stämme zu Brettern gesägt. Diese wurden danach gebohrt und auf die Pfeiler geschraubt.

Entlauben

Fundament setzen

Tisch zusammensetzen

Logistik 

Auch die Logistik hatte an diesen zwei Tagen eine grössere Aufgabe zugeteilt bekommen. Sie mussten diesmal mit mengenmässig grösseren Essensmengen kochen um die Versorgung aller Standorte zu gewährleisten. An beiden Tagen konnten die Teilnehmer für den Hunger zwischendurch aus diversen Sandwiches auswählen. Zum Mittagessen gab es beide Male währschafte Kost. Am Donnerstag «Gehacktes mit Hörndli und Salat» und am Freitag «Reis mit einer Kalbsbratwurst an einer Bratensosse» dazu wurde ebenfalls Salat angeboten.

Küche einrichten

Anhänger laden

Essen in der Aula Lengnau

Fazit

In diesen zwei Tagen konnten die Teilnehmer in ihren entsprechenden Truppengattung einen erfolgreichen Wiederholungskurs durchführen. Vor allem im Bereich Transportfahrzeuge, Logistik und gesamt-übergreifender Organisation konnte die Koordination innerhalb der Zivilschutzorganisation getestet und geübt werden. Auch in den einzelnen Bereichen konnten die Teilnehmer gezielt an ihren Fähigkeiten arbeiten. Von den Bewohnern des Pflegeheims und den Passanten bei der Verkehrsführungs-Übung wurden ausschliesslich positive Rückmeldungen abgegeben.
Der WK war nach unserem Ermessen ein Erfolg!

Es war einmal...
Nein, es ist tatsächlich passiert. Die gesamte Zivilschutzorganisation Büren ist um 15:30 auf Platz. Der Parkplatz ist ein seltenes Mal wirklich voll und die ersten wurden schon wieder zugeparkt.
Nachdem alle registriert waren und ihre Dienstbüchlein abgegeben haben, ging es an die Gruppeneinteilung. Die Teilnehmer wurden in 4 Gruppen aufgeteilt:
* Pioniere
* Küche
* Betreuer
* Stabsassistenten

Die Pioniere

Direkt nach der Einteilung sind die Pioniere mit ihren zwei Anhänger voller Material an den Schadenplatz nach Aarwangen verschoben. Die Situation ist unübersichtlich, das Trümmerfeld gross.


Nach einer ersten Lagebesprechung wurde der Schadensplatz beleuchtet und nach Personen durchsucht.

 

 

Es stellt sich heraus dass 2 Personen nicht mehr lebend geborgen werden können. Von irgendwoher kommt aber eine leise Stimme. Nach kurzer Ortung konnte eine weitere Person mit gebrochenem Arm unter den Trümmer geortet werden.

 

Die Sanität auf Platz ist rasch an der Bergungsstelle und die Person konnte mit vereinten Kräften geborgen und versorgt werden.
Nun geht es noch an die Bergung der leider schon verstorbenen Personen. Eine Person ist rasch geborgen mit etwas Hebelwirkung eines langen Holzstabes.

 

Der zweite hat sich als etwas komplizierter herausgestellt, ist er doch unter einer schweren Bettonplatte eingeklemmt.

 

Es musste also zuerst der Generator für den Luftdruck herbeigeschafft und gestartet werden. Anschliessend die Luftkissen richtig platziert und dann gehoben werden. So konnte die massive Bettonplatte gehoben und der Tote geborgen werden.

Leider war nach dem Trümmerfeld noch nicht Schluss. Im Wald gibt es noch vermisste Personen. Also wurde disloziert und im Wald noch möglichst bei Tageslicht mit der Suche begonnen.

Der Wald wurde unterteilt und systematisch durchsucht. Die Suche sollte länger dauern als geplant...

Die Betreuer

Zuständig für die Übernachtung der Teilnehmer sollten sie direkt mit der Einrichtung der Notbetten beginnen. Leider gab es bei der Planung dazu Unstimmigkeiten und die (neuen) Bettgestelle mussten zuerst nach Pieterlen transportiert werden. Nebst dem Bettentransport wurde die Mehrzweckhalle auch mit einer Signalisation und mit passender Beschriftungen versehen.

Nach dem erfolgreichen Transport wurde mit dem Errichten der Bettstätten begonnen. Das erste Bett stand aber dann erst um 21:09. Das Aufstellen hat sich also Aufwändiger herausgestellt als gedacht.

Jedoch mit genügend Durchsetzungswille und Zusammenarbeit war dann dieses Vorhaben auch erfolgreich (Für 6 Betten).

Nachdem die Betten bereit waren, gings an die Eingangskontrolle, wo jeder registriert und ein Bett zugeteilt wurde. Im Ernstfall würde das gut funktionieren.

Die Stabsassistenten

Der Auftrag war klar, ein einfacher Kommandoposten (KP Rück) in der Zivilschutzanlage in Lengnau zu installieren und in Betrieb zu nehmen. Nach der ersten Lageübersicht konnten die Verbindungen zu den Zugführer und dem KP Front in Aarwangen aufgenomen werden. Diese gaben auch sofort die ersten Meldungen zu den Verletzten und Toten am Schadenplatz. Der interessierte Leser kann sich erinnern...

Die Listen haben sich gefüllt, sodass man sich rasch einen Überblick der Lage machen kann.

Die Küche

Die wichtigste Gruppe ist wohl die Küche. Sie sind direkt in die Mehrzweckhalle in Pieterlen gefahren und haben dort die Küche in Betrieb genommen. Nach getaner Arbeit konnten die anderen 3 Gruppen ein einfaches aber gutes Abendmahl geniessen.

 

Der Tag danach...

Eigentlich wäre um 8 Uhr Tagwache und um 8:30 Frühstück angesagt. Die ersten krochen aber schon kurz nach 7:30 aus ihren Schlafgemachen. Die Betten sehen zwar schön aus, aber drauf geschlafen hat praktisch niemand. Der Grund: Die Betten hatten noch einen starken Geruch nach "Neu" und nach Chemie. Das musste zuerst auslüften. Darum waren in der ganzen Halle und auf der Bühne Matratzen verteilt.

Wohl hat der feine Geruch nach gebratenem Speck und Rührei aus der Küche einige Kollegen aus den Schlafsäcken gelockt. An dieser Stelle ein riesen Danke an die Küche und ihren Unermüdlichen Einsatz.

 

Nach gut gefüllten Mägen geht es ans Betten demontieren. Mit vereinten Kräften sind die Betten rasch wieder in ihren Kisten und die Mehrzweckhalle Pieterlen wird für die Übergabe bereitgemacht.

Alle Matratzen und Kopfkissen wurden verfrachtet und wieder an ihren Ursprungsplatz zurückgebracht. Wir haben die Erfahrung gesammelt, welche Materialien wo zu holen sind und wie sie am besten transportiert werden.

Die Übung EVA in einer Grösse die in unserer Zivilschutzorganisation lange nicht mehr gemacht wurde, hat allen gezeigt, dass gemeinsam jedes Problem gelöst werden kann. Sie hat uns aufgezeigt, wo noch Lücken bestehen und wir uns optimieren können oder müssen.